Sammlung von vier originalen Fotografien aus dem frühen 20. Jahrhundert, die die Entwicklung der Hochzeitsfotografie und Studioporträtkunst in Nordfrankreich dokumentieren.
Objektgeschichte: Diese Stücke stammen aus Roubaix, einem wichtigen Industriezentrum der damaligen Zeit. Besonders hervorzuheben ist die Arbeit von A. Wagnies (35, Rue de Lorraine), einem auf künstlerische Porträts und Vergrößerungen spezialisierten Fotografen, der während der Belle Époque aktiv war. Die Sammlung enthält ein ungewöhnliches Zeugnis sozialer Bräuche, wie simulierte 'Kinderhochzeiten' für den Karneval und die Nüchternheit von Nachkriegshochzeiten.
Technische Details:
- Zeitraum: 1900-1920 (Belle Époque und Zwischenkriegszeit).
- Technik: Studiofotografie in Silbergelatine und Sepia-Tönen.
- Abmessungen: Ungefähr 10 cm x 15 cm (3,9 x 5,9 Zoll) für Standardformate.
- Material: Historisches Fotopapier und dicke Kartonhalterungen.
- Zustand: Für sein Alter hervorragend erhalten. Weist natürliche Patina, stabile Sepiatöne und minimale Kantenabnutzung auf. Ein Stück trägt das handschriftliche Datum '13/7/1901', ein anderes '1919'.
Inhalt des Loses:
1. Kabinettporträt von Kindern, die als Braut und Bräutigam verkleidet sind (1901).
2. Braut in traditionellem dunklem Kleid mit langem Schleier (ca. 1900).
3. Porträt eines uniformierten Soldaten mit seiner Frau (1919).
4. Großformatiges Porträt mit Art-Déco-Ästhetik (1920er Jahre).
Sammlerwert: Historisches Dokument für Kostümforscher, Genealogen oder Sammler französischer Ephemera des frühen Jahrhunderts.
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